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Vesper am Karfreitag

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eine Dornenkrone
Vesper am Karfreitag 14.04.2028

Steckbrief

Datum

14.04.2028

Festzeit

Passionszeit

Liturgische Farbe

Schwarz

Kernaussage

Gott ist tot – das gilt es eine Zeit lang auszuhalten. Trauer und Traurigkeit breiten sich aus, doch am Horizont dämmert der Trost in Form von Wasser und Blut, den Symbolen für die Sakramente Taufe und Abendmahl.

Besonderheiten

„Gloria patri“, „Gloria in Excelsis“ und „Halleluja“ entfallen.
Alternative Liturgische Farbe: Violett

Das Wesentliche

Was wäre eine Welt ohne Sinn?

Was wäre eine Welt, in der alles geschehen kann, aber nichts Bedeutung hat? Vor diese Frage stellt uns der gewaltsame Tod Jesu. Was bleibt nun von seiner Lehre, seinem vorbildhaften Tun, seinen Ankündigungen? Wir stehen vor dem Nichts. Gewalt und Hass haben gesiegt gegen Barmherzigkeit und Liebe.
Aber da ist noch was. Zwei Menschen zumindest, die nicht geflohen sind und nicht in Tatenlosigkeit verzweifeln. Josef von Arimathäa und Nikodemus kümmern sich um den Leichnam, bringen wertvolle Kräuter und begraben den Toten nach guter jüdischer Sitte. Die beiden bleiben handlungsfähig und glauben weiterhin an den Sinn der Rituale. Und noch ein Zeichen der Hoffnung schimmert durch den Text: Wasser und Blut weisen symbolisch auf die Sakramente Taufe und Abendmahl hin, durch die wir mit Jesus, dem Christus, verbunden sein können.

Liturgische Texte

Wochengebet

Liturgische Texte

Predigttexte

Glaube im Alltag

Eine Person hält tröstend die Hand einer anderen fest

Das Zutrauen bewahren

Manchmal wissen wir nicht, wie es weitergehen soll. Wir können das Geschehene nicht ungeschehen machen und finden keinen Sinn darin. Aber wir können etwas tun: einen Menschen besuchen, eine Hand halten, einen Toten würdig bestatten, ein Gebet sprechen. Auch kleine Gesten können ein Zeichen dafür sein, dass wir dem Leben noch etwas zutrauen. Glaube heißt dann vielleicht: nicht auf alle Antworten zu warten, sondern den nächsten guten Schritt zu tun.